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Wie viele Frauen arbeiten bei Ihnen? – Spürt Ihr Unternehmen den Fachkräftemangel?



  • Dass diese beiden Fragen eng zusammenhängen, zeigt die Veranstaltung „Fachkräfte: Wie viele Frauen arbeiten bei Ihnen“, die am Montag, den 12. Oktober 2015 von 14.30 bis 17.00 Uhr in der Business School Alb Schwarzwald in Rottweil stattfindet. Wenn es gelingt, weibliche Fachkräfte zu finden und auch in der Familienphase an das Unternehmen zu binden, ist das eine echte Chance für Unternehmen, dem Thema Fachkräftemangel zu begegnen.

    Personalverantwortliche, Geschäftsführer und Betriebsräte von kleinen und mittelgroßen Unternehmen der Region – sogenannte KMUs – sind eingeladen, um vielfältige Impulse zur Steigerung der Frauenerwerbsquote in ihrem Unternehmen zu erhalten. Anmeldungen nimmt Ute Villing von der Business School unter der Telefonnummer 07426-9319875 bzw. unter u.villing@bs-as.deentgegen. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei.

    Experten an insgesamt dreizehn Thementischen bieten Informationen rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Da geht es um die Teilzeitausbildung und Weiterbildung von Mitarbeitern genauso wie um die Rentenversicherung, um familienbewusstes lebensphasenorientiertes Personalmanagement genauso wie Führung in Teilzeit, um die Gestaltung des Wiedereinstiegs nach der Familienphase ebenso wie um lebenslange Qualifizierung. Mit drei Beispielen aus der Region werden  auch die Aspekte der Flexibilisierung von Arbeitszeiten und Arbeitsorten angesprochen und das große Thema der Kinderbetreuung nicht ausgelassen. Diese drei Beispiele präsentieren Nadja Leisle von der Maschinenfabrik Spaichingen GmbH, Theresia Dreischulte-Klos von der Holzmanufaktur Rottweil GmbH und Sandra Weiß-Schilling von der SKF GmbH in Mühlheim.  Doch bevor man sich mit diesen Fragen befasst, muss man die Frauen überhaupt als Fachkräfte gewinnen, weiß Ute Villing, Projektleiterin des Arbeitskreises „Erwerbspartizipation von Frauen erhöhen“. Dieser Frage widmet sich die Gastrednerin Erika Faust, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen, in ihrem Impulsreferat zu Beginn des Workshops „Wie man Frauen als Fachkräfte gewinnt: von der Altenpflegerin bis zur Zerspanungsmechanikerin“.

    Dr. Birgit Buschmann, Leiterin Referat Wirtschaft und  Gleichstellung des Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württembergs, berichtet über die Aktivitäten des Ministeriums. So fördert das Land seit 1994 das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf als niederschwelliges Beratungs- und Informationsangebot für Frauen und Wirtschaft. Das Programm wird derzeit ausgebaut. Ziel ist, dass es ab 2016 in allen Wirtschaftsregionen Baden-Württembergs – also auch in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg – eine Kontaktstelle Frau und Beruf geben soll.

    Die Veranstaltung ist ein gemeinsames Projekt des Arbeitskreises „Erwerbspartizipation von Frauen erhöhen“ im Rahmen der Fachkräfteallianz Gewinnerregion. Der Arbeitskreis, der seine Arbeit am 25.6.2014 startete und von Fachleuten aus der Region besetzt ist, setzt sich stark für eine transparente und verlässliche Information über Kinderbetreuungsangebote in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg ein und befasst sich mit den Gründen, die Frauen an einer Erwerbstätigkeit hindern. Hier gibt es keine einfachen Antworten, wie Cornelia Lüth von der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg betont, denn eine Umfrage in den Unternehmen der Region zeigte, dass ein ganzes Bündel von Problemen Frauen den Wiedereinstieg erschwert. „Diese Hemmnisse und mögliche Lösungen werden uns auch weiter beschäftigen“ meint Dr. Nicole Bösch von der Agentur für Arbeit und macht deutlich, dass die Arbeit des Arbeitskreises noch lange nicht erledigt ist.