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Fachkräfte gesucht



  • Auf der Suche nach Lösungen zur Fachkräftesicherung: Mitglieder der Expertenkommission „Ingenieure für Limerick“ mit Claudia Rzepka, Hochschule Furtwangen, und Dorothee Eisenlohr, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg (beide vorne links).

    Expertenkommission „Ingenieure für Limerick“ besucht Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg

    Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Initiiert von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen haben Weiterbildungsexperten und Wirtschaftsvertreter die Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg besucht. Das Ziel: voneinander lernen, wie Fachkräftesicherung gelingen kann.

    Die Region Limerick ist ein starker Wirtschaftsstandort im Südwesten der Republik Irland. Sie ist etwas kleiner als die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg und wesentlich weniger dicht besiedelt. Einige multinationale Konzerne, zum Beispiel der Chiphersteller Analog Devices, haben dort ihren Sitz. Die Stadt Limerick hat mit Vororten gut 90.000 Einwohner. Rund 15.000 Menschen studieren an der Universität Limerick und am Limerick Institute of Technology.

    Eine der zentralen Herausforderungen für die Region Limerick ist der Fachkräftemangel. „Wir haben einerseits zu wenige, andererseits nicht gut genug ausgebildete Fachkräfte, um den digitalen Wandel in den Unternehmen zu meistern,“ sagt John Davenport, Weiterbildungsverantwortlicher beim Kontaktlinsenhersteller Johnson & Johnson Vision. Junge Leute, ergänzt er, zöge es eher in größere Städte wie zum Beispiel nach Dublin.

    Ein Trend, den auch die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg kennt, erläuterte Dorothee Eisenlohr, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg. Daher gehe es im derzeit stattfindenden Markenbildungsprozess auch darum, die Region so zu positionieren und weiterzuentwickeln, dass sie für junge Menschen attraktiv bleibe oder werde.

    Das gemeinsame Interesse an Lösungen fürs Fachkräfteproblem sorgte für eine lebhafte Diskussion. Joe Leddin, Koordinator einer von der irischen Regierung geförderten Kompetenzstelle  für Südwestirland, stellte fest: „Die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg sind für uns sehr interessant. Über eine Willkommensberatung für den Partner oder die Partnerin einer Fachkraft, wie es sie hier gibt, sollten wir nachdenken.“

    Der knapp zweistündige Besuch der Expertenkommission aus Irland endete mit einer herzlichen Gegeneinladung in die Region Limerick.

    Zum Hintergrund:

    Die Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg wird von 24 Gesellschaftern, darunter Städte und Gemeinden, die Landkreise Rottweil, Tuttlingen und Schwarzwald-Baar, der Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, IHK und Handwerkskammer Konstanz getragen. Zu ihren Aufgaben gehören das externe Standortmarketing für die Region, die Präsentation von Gewerbeflächen, die Vernetzung regionaler Unternehmen und die Erhöhung regionaler Kooperation und Wettbewerbsfähigkeit. Im bei ihr angesiedelten Welcome Center für Schwarzwald-Baar-Heuberg bekommen Fachkräfte aus anderen Ländern, aber auch aus dem Bundesgebiet, und deren Angehörige eine kostenfreie Willkommensberatung. Die Tätigkeit des Welcome Centers wird unterstützt vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau.

    Mehr Informationen: www.wifoeg-sbh.de