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Preis für beispielhafte Integration im Handwerk geht nach Tuttlingen



  • Geisingen. Corneliu Marin ist Rumäne, 31 Jahre alt und seit 2010 in Deutschland. Er hat seine Ausbildung zum Anlagenmechaniker erfolgreich abgeschlossen und wurde nun auf der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Tuttlingen mit einer besonderen Auszeichnung überrascht. Diese Auszeichnung, ein gemeinsames Projekt der regionalen Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg, der Kreishandwerkerschaften und der Handwerkskammer wurde erstmalig in diesem Jahr vergeben.

    Die Auszeichnung wird verliehen an Auszubildende im Handwerk in der Gewinnerregion Schwarzwald-Baar-Heuberg, die trotz großer Hemmnisse durch Migrationshintergrund eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und die Gesellenprüfung bestanden haben. Besonderes Engagement im Beruf und im sozialen Umfeld werden bei der Bewertung berücksichtigt. Immacolata Licciardo, Friseurmeisterin aus Spaichingen, hielt aus der Sicht  einer Handwerkerin mit Migrationshintergrund und eigenem Betrieb die Laudatio. Kreishandwerksmeister Armin Schumacher und Heinz-Rudi Link, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg überreichten dem strahlenden Sieger den Preis für „Beispielhafte Integration im Handwerk in der Gewinnerregion“, einen Pokal sowie eine Urkunde und 250 Euro.
    v.l. Heinz-Rudi Link (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg), Immacolata Licciardo (Frisörmeisterin und Laudatorin), Armin Schumacher (Kreishandwerksmeister Tuttlingen), Harald Frick (Frick Haustechnik GmbH), Corneliu Marin (Preisträger), Gotthard Reiner (Präsident der Handwerkskammer Konstanz), Kurt Scherfer (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Tuttlingen)

     

    Sichtlich erfreut nahm der Preisträger seine Auszeichnung in Empfang. Die Laudatorin hob hervor, dass Corneliu Marin unter anderem durch sein besonderes Engagement im Ausbildungsbetrieb, der Firma Frick Haustechnik GmbH in Tuttlingen und im sozialen Umfeld sowie durch seine guten Deutschkenntnisse, die er sich innerhalb kürzester Zeit angeeignet hat, die Jury überzeugte.

    Die Jury setzte sich zusammen aus den Kreishandwerksmeistern der drei Landkreise Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Rottweil Andreas Frank, Armin Schumacher und Bernd John, der Leiterin der Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft Angelika Rauser, Sabine Schimmel, Fachbereichsleiterin Bildung und Ausbildungsberatung der Handwerkskammer Konstanz, Wolfgang Türschmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schwarzwald-Baar, Kurt Scherfer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Tuttlingen sowie Heinz-Rudi Link, Geschäftsführer und Projektleiterin Sabine Schneckenburger von der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg.

    Ergänzt wurde die Jury durch zwei Vertreter regionaler Handwerksbetriebe, beide mit Meistertitel und Migrationshintergrund: Sebahat-Yilmaz-Bader (Hair-Design in Schramberg) und André Luis Martins Pinto (Löwenbrauerei Bräunlingen).

    Das neu ins Leben gerufene Projekt „Beispielhafte Integration im Handwerk in der Gewinnerregion“ ist bisher in Deutschland einmalig und entstand auf Initiative der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg in enger Kooperation mit den Kreishandwerkerschaften und der Handwerkskammer Konstanz. Ziel des Projekts ist es, zu signalisieren, dass das Handwerk großes Interesse an Auszubildenden mit Migrationshintergrund hat. Aufgrund der starken Zuwanderung und der vielen offenen Ausbildungsstellen komme diesem Thema im Handwerk eine immer stärker werdende Bedeutung zu.

    Jeder Handwerksbetrieb aus den Landkreisen Rottweil, Tuttlingen und Schwarzwald-Baar hatte im Vorfeld Gelegenheit, Kandidaten vorzuschlagen.