Austausch zu drängenden Themen:



  • Frauenpower will Schwarzwald-Baar-Heuberg voranbringen. Wirtschaftsförderin Henriette Stanley und Landtagsabgeordnete Martina Braun über Ziele auf Landes- und Wirtschaftsebene.

    Fördergelder für Verkehrsinfrastruktur und Schulung von medizinischem Personal nötig

    Region, Villingen-Schwenningen. Zu Branchen, die von Corona betroffen sind, Fachkräftebedarf und dazu wie Bauern ihre Produkte selbst vermarkten, tauschten sich Landtagsabgeordnete Martina Braun (Grüne) und Wirtschaftsförderin Henriette Stanley aus. Kürzlich besuchte Braun die neue Geschäftsführerin am Sitz der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg in Villingen-Schwenningen.

    Industrie muss sich auf Elektro oder Wasserstoff umstellen

    Unternehmen dürften sich nicht auf Erfolgen der Vergangenheit ausruhen, gerade da Corona Probleme nun verschärfe. Darüber waren sich Landtagsabgeordnete Braun und Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg-Geschäftsführerin Stanley einig.

    Möglichst schnell müsse sich die Industrie auf Zukunftstechnologien wie Elektro oder Wasserstoff umstellen, so Stanley.

    Zug, Bus und Radverkehr für neue Fachkräfte voranbringen

    Corona und die alternde Gesellschaft verstärkten im Bereich Gesundheit und Informatik den Bedarf an Fachkräften, berichtete Henriette Stanley. Damit Fachkräfte in die Region zögen, müssten der öffentliche Nahverkehr mit dem Deutschlandtakt verbunden und das Radwegenetz ausgebaut werden.  Nicht jeder besäße einen Führerschein oder ein Auto. Und nur mit guter Infrastruktur könnten neue Fachkräfte gesichert zu ihren Arbeitsorten gelangen. Braun versprach, die Themen in ihre politische Arbeit einzubringen.

    Abgeordnete lobt Initiativen für die Wirtschaft

    Lobend äußerte sich die Abgeordnete zur neu aufgelegten Broschüre „Direkt vom Bauernhof“, an deren Entwicklung die Wirtschaftsförderung beteiligt war und zudem an einer Webseite arbeitet.

    Interessiert zeigte sich Braun daran, wie das Welcome Center im Herbst dem Mangel an Ärzten und Informatikern entgegenwirken möchte. Sie wolle in Stuttgart Gespräche führen, ob das Land Gelder bereitstellen könne, um medizinisch-pflegerisches Personal aus dem Ausland im ländlichen Raum sprachlich zu schulen.

    Zum Hintergrund:

    Die Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg sitzt in Villingen-Schwenningen. Hinter ihr stehen 24 Gesellschafter, darunter vor allem Städte und Gemeinden, die drei Landkreise Rottweil, Tuttlingen und der Schwarzwald-Baar-Kreis, der Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, die IHK SBH und Handwerkskammer Konstanz. Geschäftsführerin ist Henriette Stanley, Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Roth. Die Wirtschaftsförderung vernetzt regionale Unternehmen, bewirbt die Region nach außen, vermarktet Gewerbeflächen und möchte die regionale Zusammenarbeit und Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

    Das Welcome Center ist bei der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg und der IHK angesiedelt. Gefördert wird es aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.